Ein unvergessliches Erlebnis: die Kirchliche Trauung
Eine richtige Hochzeit ist für Euch ohne eine kirchliche Trauung nicht denkbar. Du, liebe Braut, träumst von einer ergreifenden Feier in der Kirche. Du trägst ein zauberhaftes weißes, langes Kleid mit einem Tüllschleier. Du kniest mit Deinem Schatz vor dem Altar, die Orgel spielt Deine Lieblingsfuge von J.S. Bach...
Aber bevor diese Träume Realität werden können, muss noch Einiges vorbereitet werden.
Ihr habt Euch bei der Kirchengemeinde Eures Wohnortes etliche Monate vor Eurer Traumhochzeit angemeldet. Die erforderlichen Papiere liegen im Kirchenbüro vor. Hierzu gehören u.a. neben der standesamtlichen Eheschließungsbescheinigung auch die Taufbescheinigungen. Ihr seid doch beide Kirchenmitglieder? Aber sollte einer von Euch nicht einer christlichen Kirche angehören, ist eine kirchliche Trauung, zumindest in der evangelischen Kirche, trotzdem möglich. Der Trauungsakt wird in diesem Fall „im Rahmen eines Gottesdienstes anlässlich einer Eheschließung“ gefeiert.
Vor der Trauung führt der Pfarrer mit Euch noch ein seelsorgerliches Gespräch und bespricht auch mit Euch den Ablauf des Traugottesdienstes. Selbstverständlich könnt Ihr die Feier mitgestalten. Vielleicht hat einer von Euch einen Lieblingsbibelspruch, den Ihr als Euren Trauspruch wählt. Ihr könnt, wenn Ihr möchtet, den Bibeltext für die Predigt aussuchen, könnt den musikalischen Rahmen bestimmen, wünscht Euch vielleicht besondere Lieder, die die Hochzeitsgemeinde singen soll. Vielleicht engagiert Ihr auch einen Sänger, eine Sängerin oder bestimmte Musiker, die der kirchlichen Trauung ein besonders feierliches Gepräge geben. Wünscht Ihr einen besonderen Blumenschmuck in der Kirche? Das alles solltet Ihr rechtzeitig mit der Kirchengemeinde absprechen. Für Zusatzleistungen wird allerdings eine Gebühr erhoben. Die Standardleistungen sind für Kirchenmitglieder kostenlos. Sie zahlen ja schließlich Kirchensteuern.
Wichtig: Kurz vor der kirchlichen Trauung sollte der Ablauf des Traugottesdienstes durchgespielt werden. Eine Generalprobe wie vor einer Theateraufführung erzeugt Sicherheit für alle Teilnehmenden: der Einzug in die Kirche, das Verhalten der Blumenkinder, das Knien vor dem Traualtar, das Anstecken der Ringe.... Man möchte sich ja an diesem bedeutenden Tag schließlich nicht blamieren.