Die Hochzeitsfeier ist ein absolutes Highlight und nicht nur deshalb mit hohem Planungsaufwand verbunden. Torte, DJ, Catering und Hochzeitsbräuche – wie Braut bei der Vorbereitung den Überblick behält und die Feier ein voller Erfolg wird, verraten die folgenden 10 Tipps.

Hochzeitsfeier

1. Roter Faden: Einheitlicher Rahmen der Hochzeitsfeier

Angefangen bei der Deko über das Outfit bis hin zum Programm bietet sich ein Hochzeitsmotto als Roter Faden bei der Planung an. Besonders stimmig wirkt das Gesamtbild, wenn ein Bezug zum Brautpaar hergestellt wird. Dies kann sein:

  • eine Jahreszeit
  • ein Spruch
  • eine Farbe
  • ein Ort, der dem Brautpaar viel bedeutet
  • eine Stilrichtung, mit der sich beide identifizieren (Romantik, Barock etc.)
  • eine Themenhochzeit (Mittelalter, Rocker-Hochzeit, Märchen, Cinderella etc.)

Alle Elemente der Hochzeit können auf dieses Motto abgestimmt werden und ergeben so den Rahmen für einen wunderschönen Tag.

Tipp: Ein Motto wählen, das auch für die Gäste leicht zugänglich und umsetzbar ist.

2. Wetter mit einplanen

Hochzeit im Freien

Das Wetter lässt sich selbst durch die beste Planung nicht beeinflussen – wohl aber mit einkalkulieren. Ist man gut vorbereitet, können selbst dicke Regenwolken den schönsten Tag im Leben nicht trüben. So schlägt man dem Wetter zur Hochzeitsfeier ein Schnippchen:

  • Der Regenschirm wird zum raffinierten Accessoire, Doppelregenschirme passen besonders gut zum Anlass.
  • Schicke Gummistiefel bereithalten, die den feinen Brautschuh gegebenenfalls ersetzen können.
  • Ein Zelt bringt auch eine verregnete Outdoor-Hochzeit wieder ins Trockene.
  • Alternative Location für die Hochzeitsfotos suchen.

Schon gewusst? „Wenn es regnet am Altar, bringt das Glück für viele Jahr’“ (Volksmund).

3. Sitzordnung mit Bedacht wählen

Sitzordnung

Eine durchdachte Sitzordnung ist der Garant für gute Stimmung zur Hochzeitsfeier. Sitzen die Gäste in angenehmer Umgebung, können sie sich angeregt unterhalten und haben Spaß. Zwei Dinge helfen bei der Planung:

  1. Die Gästeliste zur Orientierung
  2. Größe und Schnitt der Location

Beachtet werden sollten Alter oder Interessen der Gäste, die zusammensitzen, damit lockere Gespräche entstehen. Fingerspitzengefühl ist bei getrennten oder zerstrittenen Personen gefragt. Gäste, die beispielsweise geschieden sind, vorab fragen, ob sie in Begleitung kommen oder wie sie zu einer Begegnung mit ihrem Ex-Partner stehen.

Am Brauttisch neben dem Brautpaar sitzen traditionell Eltern und Großeltern und bei ausreichend Platz auch Trauzeugen und Geschwister. Die Wahl der Sitzordnung steht jedem Brautpaar selbstverständlich frei. Im Laufe der Feier werden die Tische sicher auch gewechselt.

Tipps:

  • Bei der Planung die Gäste kleinen Gruppen je nach Tischgröße zuordnen und die Namen auf einen Zettel schreiben. So kann die Sitzordnung nach Bedarf einfach neu geordnet werden und man behält den Überblick.
  • Vor allem bei vielen Gästen im Eingangsbereich eine Übersicht zur Sitzordnung platzieren. Tischkärtchen mit den Namen weisen die Gäste zu ihrem Platz.

4. Unterhaltungspunkte einplanen

Unterhaltung zur HochzeitSpiele, Sketche und Reden gehören zum guten Unterhaltungsprogramm einer jeden Hochzeitsfeier. Vieles davon können Eltern, nahe Verwandte und Freunde übernehmen, trotzdem will ein Programm gut geplant sein. Unterhaltungspunkte kann man nach verschiedenen Aspekten zusammenstellen:

  • Spiele und Reden rund um das Thema Hochzeit/Ehe/Liebe
  • Verschiedene Hochzeitsbräuche
  • Personenbezogene Spiele, Sketche und Dia-Shows
  • Show-Programm: Tänze, Musikstücke, Lieder, Karaoke, Feuerwerk etc.
  • Aktionen, an denen alle Gäste beteiligt sind: Luftballons steigen lassen, Grußkarten, Gästebuch für das Brautpaar schreiben, Fotoshooting, Tombola etc.

Tipp: Darauf achten, dass sich die Unterhaltungspunkte über die Hochzeitsfeier und zwischen den Mahlzeiten verteilen, sich inhaltlich unterscheiden und immer wieder alle Gäste einbeziehen. Nicht zu viel Programm planen, damit auch Zeit für fröhliches Beisammensein bleibt.

5. Menu oder Buffet?

Diese Frage stellen sich alle Brautpaare irgendwann. Beim Essen sitzen alle gemütlich zusammen und gerade deshalb sollte dessen Wahl mit Bedacht erfolgen. Um die Planung des Essens so einfach wie möglich zu gestalten, hilft es, sich einen Überblick über die Essvorlieben seiner Gäste zu verschaffen. Dabei besonders auf vegetarische oder vegane Essgewohnheiten und Allergien achten.Menü zur Hochzeit

Ein Blick auf das Menü

Vorteile:

  • Es wirkt edel und vornehm.
  • Wird serviert, man kann während des Essens sitzen bleiben.
  • Vorab kann über die Anzahl der Gänge und die Anrichtung des Essens entschieden werden.

Nachteil:

  • Oft stehen nur zwei Menüs zur Auswahl – man kann kaum auf die Wünsche seiner Gäste eingehen.
  • Menge des Essens ist begrenzt und Nachlegen oft nicht möglich.
  • Zwischen den einzelnen Gängen muss mit Wartezeit gerechnet werden.

Tipp: Beilagen können auf dem Tisch platziert und so immer wieder nachgefüllt werden.

Ein Blick auf das Buffet:

Buffet zur Hochzeit

Vorteile:

  • Bei der großen Auswahl findet sich für jeden Geschmack etwas.
  • Die Auswahl ist besonders bei vielen Kindern von Vorteil.
  • Regt beim Gang zum Buffet die Kommunikation unter den Gästen an.

Nachteile:

  • Das Aufstehen bringt Unruhe.
  • Oft bilden sich am Buffet lange Schlangen.
  • Älteren Gästen fällt das Stehen schwer.

Tipp: Das Buffet sollte auf einem Tisch arrangiert werden, der lang genug und von mehreren Seiten zugänglich ist.

6. Kinderbetreuung

Kinder gehören zu einer Hochzeitsfeier dazu und verzaubern die anderen Gäste mit ihrem Charme. Doch das Brautpaar sollte an seinem Ehrentag im Mittelpunkt stehen. Viele Paare entscheiden sich deshalb für einen Babysitter. Ist ein solcher im Familien- und Freundeskreis nicht zu finden, bieten Agenturen eine entsprechende Dienstleistung. Mit ein paar kleinen Kniffs können sich auch die Kleinen unter den Gästen bei der Feier prächtig amüsieren.

Kinder auf der HochzeiFolgende Grundausstattung sollte man zur Kinderbeschäftigung bereithalten:

  • Bilderbücher
  • Malpapier
  • Puppen, Kuscheltiere und Spielzeugautos
  • Bastelutensilien

Kinder sind besonders stolz, wenn sie ein Teil der Hochzeitsfeier werden. Gut geeignet sind dafür Einlagen im Programm, bei denen die Kinder etwas raten können oder suchen müssen. Ein kleines Fotoshooting mit den Kleinen sorgt neben einem unterhaltsamen Zeitvertreib gleichzeitig für schöne Erinnerungen. Darüber hinaus weiß sich der Nachwuchs durchaus für eine Weile mit Gleichaltrigen selbst zu beschäftigen.

Ideal für Kinder ist eine Location, an die ein Außengelände oder ein extra Raum angeschlossen ist. Dort können sie toben, spielen und laut sein, ohne die Feier zu stören. Vorab sollte man allerdings auf die Fleckentauglichkeit der Festtagskleidung achten.

Beliebte Spiele für Drinnen und Draußen sorgen für die nötige Bewegung nach langem Stillsitzen:

  • Luftballontanz
  • Zeitungstanz
  • Topfschlagen
  • Verstecken
  • Eierlauf
  • Reise nach Jerusalem
  • Blinde Kuh

Bei der Gestaltung der Tafel kann ein eigener Kindertisch eingeplant werden, von dem die Kinder schnell einmal aufstehen dürfen. Wichtig ist, an ein spezielles Kindermenü mit entsprechenden Portionsgrößen zu denken.

7. Hochzeitstorte in Szene setzen

Hochzeitstorte

Die Hochzeitstorte ist das Highlight des Menüs und das feierliche Anschneiden der Hochzeitstorte ohne Zweifel einer der Höhepunkte. Traditionsgemäß schneidet das Brautpaar die Torte gemeinsam an. So lässt sich die Hochzeitstorte gut in Szene setzen:

  • Wunderkerzen in einem verdunkelten Raum
  • Feierliches Hereintragen der Torte, z. B. mit Musik
  • Auffällige Platzierung auf der Tafel oder einem Beistelltisch
  • Ausgefallene Gestaltung der Torte
  • Personalisierte Hochzeitstortenfiguren

Schon gewusst? Viele Paare entscheiden sich für eine fünfstöckige Hochzeitstorte. Die fünf Stockwerke symbolisieren die Lebensstationen Geburt, Jugend, Hochzeit, Kinder und Tod.

8. Einen Verantwortlichen für Spiele und Bräuche benennen

Die Organisation der Hochzeitsfeier nimmt viel Zeit in Anspruch und es gibt unzählige Dinge, die nicht vergessen werden dürfen. Verwandte und Freunde freuen sich deshalb, wenn sie das Brautpaar bei der Planung des Programms tatkräftig unterstützen können. Dies ist gleichzeitig auch ein hervorragendes Geschenk an die Brautleute.

Um den Überblick zu behalten, ist es wichtig, Verantwortliche zu benennen, an die auch andere Gäste mit Vorschlägen und Ideen herantreten können. In Absprache mit dem Brautpaar kann ein Zeitplan für die Hochzeitsfeier erstellt werden. Um die Vorbereitung von Spielen und Bräuchen, inklusive den dafür nötigen Utensilien, müssen Sie sich dann nicht mehr kümmern.

9. Eröffnungstanz üben und danach alle zum Mitmachen motivieren

HochzeitstanzDem Hochzeitstanz fiebern alle Gäste bekanntlich entgegen. Also: Zeit zum Üben einplanen, denn Braut und Bräutigam sind zum Eröffnungstanz allein auf der Tanzfläche. Traditionell wird ein Walzer getanzt. Bei der Wahl des Liedes sollte das Brautpaar eines aussuchen, das ihnen viel bedeutet, so wird der Tanz besonders innig.

Damit es keine blauen Zehen und peinliches Gestolpere gibt, übt man den Tanz am besten zu Hause oder in einer Tanzschule – und in den Schuhen, die man auch zur Hochzeit tragen wird. Im Anschluss an den Brauttanz gilt es, die Gäste auf die Tanzfläche zu locken. Hier einige Ideen:

  1. Walzertakt wandelt sich plötzlich zu flotter Tanzmusik.
  2. Brautpaar überrascht mit einem Showtanz und eigener Choreografie.
  3. Braut und Bräutigam fordern jeweils Gäste zum Tanz auf.

10. Notfallkörbchen für Gäste

Aufgeschrammte Knie, Sonnenbrand oder durch Tränen zerflossenes Make-up müssen der Hochzeitsfeier keinen Abbruch tun. Ein gut organisiertes Brautpaar ist auf alles vorbereitet. Zwei Notfallkörbchen (eins für die Damen, eins für die Herren) mit nützlichen Helferlein können vorab gepackt und bereitgehalten werden. In das Körbchen gehören beispielsweise:

  • Pflaster und Taschentücher
  • Fusselbürste und Fleckenstift
  • Sonnencreme und Mückensalbe
  • Bequeme Schuhe für durchgetanzte Füße
  • Haarspray, Kamm, Deo und Notfall-Make-up
  • Kopfschmerztabletten
  • Nadel und Faden
  • Kaugummi und Zahnseide