Die Hochzeit soll der schönste Tag im Leben eines Ehepaares werden. Trotzdem – oder gerade deswegen – bilden sich bereits beim Gedanken an die aufwendige Planung unliebsame Stresspusteln und Panik kündigt sich an. Die folgenden 10 Tipps helfen, dass das Brautkleid passt, die Location stimmt und man weder vergisst, den Brautstrauß zu organisieren noch den Großonkel einzuladen.

Hochzeitsplanung

1. Die Verlobung verkünden

Der erste Schritt ist getan und die Frage aller Fragen beantwortet. Hat man das Glück zunächst zu zweit genossen, stellt sich dann schnell die Frage: Wie verkünden wir unsere Verlobung? Und vor allem – wem zuerst? Freudige Botschaften verbreiten sich wie ein Lauffeuer, also sollte man darauf achten, dass vor allem Familie und enge Freunde die Nachricht nicht über Dritte mitgeteilt bekommen, damit keine Gefühle verletzt werden. Eltern freuen sich sicher sehr, wenn sie die freudige Nachricht zuerst erfahren.

Eine solche Botschaft persönlich mitzuteilen ist natürlich am Schönsten, dies lässt sich aber nicht immer einrichten. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Paare für eine Verlobungsanzeige in der Zeitung oder Verlobungskarten, die per Post verschickt werden. Ist die Planung schon weiter fortgeschritten, bietet es sich an, die Verlobungsanzeige gleich in Form einer Einladung für die Hochzeit zu verschicken.

  • Tipp: Liebt man Feste mit Familie und Freunden, ist eine Verlobungsfeier eine tolle Idee. Als Geburtstagsfeier oder Grillparty getarnt, könnte man die Bombe bei einem solchen Anlass auch als Überraschung platzen lassen – vorausgesetzt, man hat es geschafft, bis dahin nichts zu verraten.

2. Den Hochzeitstag festlegen

HochzeitsterminNachdem die freudige Botschaft verkündet wurde, gilt es nun festzulegen, wann der große Tag sein soll – eine schwierige Angelegenheit! Zunächst muss man sich entscheiden, ob man sich sowohl auf dem Standesamt als auch in der Kirche das Ja-Wort geben möchte. In jeden Fall wichtig: Frühzeitig und mit konkreten Terminvorschlägen anfragen!

Und das Datum? Entscheidungshilfen könnten die folgenden Anhaltspunkte sein:

  • Zu welcher Jahreszeit soll geheiratet werden?
  • Termine wie Schulferien und gesetzliche Feiertage beachten!
  • Ist ein bestimmter Wochentag besonders günstig für die Planung?
  • Gibt es ein bestimmtes Datum, das Braut und Bräutigam viel bedeutet?

Auch wenn dem Datum des Hochzeitstages viel Bedeutung zugemessen wird – man sollte flexibel bleiben, um möglichst vielen Gästen das Kommen zu ermöglichen. Also: Früh genug planen und einladen, damit der Termin fest in allen Kalendern vermerkt werden kann!

3. Thema und Stil festlegen

Am Anfang aller Planungen steht die Frage, welche Art von Hochzeit gefeiert werden soll und welche Dinge dabei den größten Stellenwert haben. Wird es eine romantische Märchenhochzeit oder doch lieber eine extravagante Party mit vielen Gästen? Der Stil der Hochzeit wird auch das Budget beeinflussen. Möchte man seinen Hochzeitstag nicht individuell gestalten, kann auf eines der Konzepte zurückgegriffen werden, die viele Hotels und Gaststätten inzwischen anbieten.

4. Das Budget festlegen

Money, Money, Money – damit man bei der Planung auch finanziell den Überblick behält, sollten von Anfang an ein Budget festgelegt und die folgende Dinge bei der Kostenkalkulation beachtet werden:

  1. Standesamtsgebühren
  2. Trauringe
  3. Hochzeitsbekleidung für Braut und Bräutigam plus Friseur und Make-up
  4. Location, Blumenschmuck und Dekoration
  5. Catering
  6. Sonstiges, z. B. Einladungen, Fotograf, Fahrzeug, Unterhaltungsprogramm, Flitterwochen

Dabei muss jedes Brautpaar entscheiden, was für die eigene Hochzeit besonders wichtig ist und in welchem Umfang die Feier stattfinden soll.

5. Gästeliste mit Budget abgleichen

Gäste zur Hochzeit

Wichtig für die Planung von Budget und Location ist die Anzahl der Gäste. Es sollte also so früh wie möglich konkret feststehen, mit vielen Gästen gerechnet werden kann. Dazu muss sich das Brautpaar überlegen, wen es einladen möchte und wie groß die Feier ausgerichtet wird, damit die Planung entsprechend vorangetrieben werden kann. Werden die Hochzeitseinladungen so früh wie möglich versendet, können Verwandte und Freunde den wichtigen Termin schon langfristig einplanen.

6. Location aussuchen und besichtigen

Ist das „wie“ geklärt, beginnt die Suche nach der passenden Location. Auch diese ist von den individuellen Vorstellungen des Brautpaares und der Größe der Feier abhängig. Gaststätte, Bauernhof, Schiff oder Schloss – der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Fragen sollte man sich dennoch:

  • Ist die Location zum Hochzeitstermin noch frei?
  • Ist ausreichend Platz für alle Gäste vorhanden?
  • Liegen die Kosten innerhalb des festgelegten Budgets?
  • Welcher Service wird vor Ort angeboten?
  • Welche Anfahrts- und Übernachtungsmöglichkeiten gibt es dort, in welcher Umgebung liegt die Location?

Am besten macht man sich direkt vor Ort ein Bild und das nicht alleine – viele Augen sehen mehr als zwei!

Hochzeitslocation

7. To-Do-Liste verfassen

Brautstrauß, Einladungskarten, Tischdeko, Blumenkind? Pfarrer, Kuchenbuffet, Strumpfband, Kamera? Bei so vielen To-Do’s kann man schnell etwas vergessen. Organisation ist alles – und Listen helfen, den Überblick zu behalten. Hier kann man genau vermerken, was noch zu tun ist, welche Aufgaben schon erledigt sind und was von Freunden und Verwandten vorbereitet wird.

  1. Gleichzeitig sollte ein Terminplan angelegt werden, der übersichtlich darstellt, was bis wann erledigt sein muss.
  2. Hilfreich ist auch eine Zusammenstellung mit wichtigen Kontakten sowie eine Sammlung von Infomaterial, z. B. zu verschiedenen Locations oder Unterhaltungsangeboten.

8. Freunde und Verwandte um Hilfe fragen

Die To-Do-Liste wird immer länger? Keine Bange, Freunde und Verwandte helfen sicher gerne bei den Vorbereitungen, sodass die Planung für den schönsten Tag im Leben nicht in reinen Stress ausartet. Gäste der Feier können außerdem einen Teil des Programms übernehmen und dieses mit Spielen, Bräuchen und Musik zum Erfolg werden lassen. Vorfreude ist schließlich die schönste Freude und das Brautpaar soll seinen Tag genießen können.

9. Hochzeitskleid frühzeitig suchenBrautladen

Das Kleid ist die vielleicht größte Herausforderung, vor der Frau während der Hochzeitsplanung steht. Deshalb gilt auch hier: Früh genug mit der Suche beginnen! Kleid, Schuhe, Schleier und die richtigen Accessoires wollen gut ausgewählt sein. Traditionell sieht der Bräutigam seine Braut erst am Tag der Hochzeit in ihrem Kleid und kommt deshalb zum Einkauf nicht mit. Klassisch oder verspielt, elegant oder sexy – die Auswahl an Kleidern ist riesig und wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual. Helfen können bei der Suche Freundinnen oder Verwandte, die ehrlich ihre Meinung sagen. Aber Achtung: Zu viele Meinungen stiften nur Verwirrung!

Wichtig ist:

  • Vorzeitig z. B. in Katalogen über mögliche Kleider und Stile informieren
  • Eventuelle Änderungsarbeiten einplanen
  • Budget festlegen – die Preisspanne ist sehr groß

Entscheidungsprobleme? Fotos von den Kleidern und noch mal eine Nacht darüber schlafen, helfen!

10. Eheringe aussuchen

Weißgold Eheringe mit Verzierung

Eheringe sind ein Zeichen von Liebe, Verbundenheit und Treue. Das Brautpaar trägt sie hoffentlich ein Leben lang. Die Auswahl der passenden Trauringe ist daher nicht einfach und sollte gewissenhaft erfolgen.

Tipps:

  1. Vorab möglichst konkrete Vorstellungen entwickeln, was zu einem passt und wie ein Ring aussehen könnte.
  2. Frühzeitig mit der Suche beginnen.
  3. Budget festlegen.
  4. Größe der Ringe beachten, sie sollten bequem sitzen.
  5. Über eine Gravur entscheiden.

Ist die richtige Auswahl getroffen, darf Mann die Ringe am entscheidenden Tag nur nicht vergessen. Aber dafür gibt es ja die To-Do-Liste.