Das traumhaft schöne Hochzeitskleid, eventuell sogar mit passendem Schleier, hängt bereist im Schrank und auch die umwerfenden Schuhe warten sehnsüchtig auf ihren großen Einsatz am Hochzeitstag. Fehlt nur noch der richtige Schmuck? Damit Ohrringe und Ketten auch wirklich zum i-Tüpfelchen eines jeden Brautoutfits werden, gilt es in Sachen Material, Design und Form einiges zu beachten.

Brautschmuck

Eheringe und Hochzeitskleid geben den Rahmen vor

Egal, ob die Schmuckstücke den Hals oder die Ohren zieren sollen, den Ausgangspunkt für jede Schmuckauswahl zum Hochzeitstag bildet der Ehering sowie das Brautkleid. Letzteres gibt durch seinen Stil nicht nur die Glamour-Stufe für ergänzenden Schmuck vor, sondern auch die möglichen Farbnuancen und die Preiskategorie.

  • Tipp: Billigeren Schmuck sollte man am Hochzeitstag nur dann tragen, wenn sich der Preis nicht allein vom Ansehen schon erraten lässt.

Damit der Schmuck zum während der Trauung anzusteckendem Ehering passt, kann Frau gleiche Motive, zum Beispiel Blumen oder moderne Designs, ähnliche Farbnuancen oder dasselbe Material wählen. Durch einen solchen „roten Faden“, der sich durch das gesamte Schmuckkonzept zieht, ergibt sich ein besonders harmonisches Gesamtbild.

Eheringe aus Platin

Eine Frage des Materials

Besonders beliebte Materialien für Brautschmuck sind Edelmetalle wie Gold, Platin, Titan und Silber. Sehr hochwertig und traditionell ist die Wahl von Gold. Durch die verschiedenen Beimischungen kann zudem fast jede Frau Gold tragen. Je nach Hauttyp begeistern Nuancen wie kühles Weißgold, warmes Gelbgold, zarte Rosétöne oder temperamentvolles Rotgold. Ebenfalls klassisch, aber noch eleganter ist das dezente Aufblitzen von echtem Edelsteinschmuck.

  • Tipp: Funkelnde, farblose Diamanten sind nicht nur „a girl’s best friend“, sondern auch der perfekte Begleiter weißer Brautkleider.

Unkonventionelle Bräute, deren Brautkleider eher modern und sehr individuell sind, punkten mit schlichtem weiß schimmernden Platin oder auch dem dezenten seidenglatten Titan. Frisch poliertes Silber begeistert währenddessen dank des günstigen Preises und der maximalen Reflexion. Doch Vorsicht: Je glitzernder und funkelnder der Schmuck, desto mehr wird der Blick von der Braut abgelenkt.

Bräute, deren Traumkleid statt in klassischem Weiß in Creme, Elfenbein oder Champagner erstrahlt, liegen mit klassisch-romantischem Perlenschmuck genau richtig. Trotz der zurückhaltenden Eleganz von Perlen sollte man die Eyecatcher-Wirkung dieses Schmucks nicht unterschätzen. Damit Perlen ihre volle Wirkung entfalten können, kombiniert man sie am besten zu einem schlichteren Brautkleid.

Die passende Kettenform zu jedem Ausschnitt

Absolute Schmuckliebhaberinnen, die auch an ihrem Hochzeitstag tief in die Accessoire-Schatulle greifen möchten, sind mit einem trägerlosen Horizont-Ausschnitt bestens beraten. Durch die dezente schulterfreie Form schreit diese Variante nicht nur geradezu nach einer Kette, sondern gibt auch kaum Form oder Stil vor. Möglich sind also:

  • extra lange, mehrfach geschlungene Perlenketten alá Coco Chanel
  • Rundketten mit Anhängern (schlicht und feingliedrig oder mit großen Anhängern)
  • auffällige enge Halsreifen und Colliers
  • mittellange Ketten in Y-Form

Allgemein gilt zudem, dass opulente Colliers zu schlichten Kleidern getragen werden sollten, da der Look sonst zu überladen wirkt. Bräute, deren Traumkleid mit auffälligen Verzierungen betört, greifen stattdessen lieber zu Ketten in Y-Form. Durch diesen kleinen Akzent fällt der Schmuck weder zu sehr auf, noch geht er im Gesamtbild unter.

Eine weitere Grundregel ist, dass der Schmuck niemals vom Kleid verdeckt werden sollte. Längere Ketten kombiniert Frau geschickt zu tieferen Ausschnitten, während höher geschlossene Brautkleider mit kürzeren Ketten wunderschön wirken. Während der Horizont-Ausschnitt durch fast jede Kette optisch aufgewertet wird, passen zu den folgenden Ausschnitt-Varianten verschiedene Kettenformen besonders gut:

  1. Neckholder/Arrow: Längere Ketten in V-Form zaubern einen interessanten Kontrast zum umgedrehten A-förmigen Ausschnitt.
  2. V-Ausschnitt: Damit die Symmetrie des Ausschnittes nicht zerstört wird, sollte ein Anhänger an einer mittellangen Kette im Mittelpunkt stehen. Don’t: Zu runde Ketten.
  3. Herzausschnitt: Sehr harmonisch wirken hier halsnahe Colliers bzw. Perlen oder Rundhalsketten mit Anhänger.
  4. tiefes Rücken-Dekolleté: Bei einem makellos schlanken Rücken wirken lange und verkehrt herum getragene Ketten unglaublich elegant.
  5. Carmen-Ausschnitt: Besonders bezaubernd wirkt dieser Ausschnitt mit kurzen Rundhalsketten oder eng anliegenden Colliers.
  6. Karree-Ausschnitt: Die perfekte Ergänzung zur quadratischen Form sind kurze, maximal mittellange Ketten, da längere Schmuckstücke die Symmetrie stören würden.

Frisur und Schleier bestimmt Auswahl der Ohrringe

Ohrringe

Langes und romantisch offenes Haar freut sich über dezent funkelnde Ohrstecker aus Perlen, Zirkonia-Steinchen oder Diamanten, die jeder Braut ein frisches Leuchten zaubern. Bei allen Diamant- bzw. Perlensteckern gilt zudem, je hochwertiger desto bezaubernder in ihrer Schlichtheit. Auch bodenlange, reich bestickte Schleier, die nahe am Gesicht liegen, ausgefallene Flyaway-Schleier oder Poufs werden von klassisch-schlichten Steckern perfekt ergänzt.

  • Hinweis: Es sollte maximal ein Element – Ohrringe, Haare oder Schleier – durch opulente Extravaganz auffallen.

Ideal für prunkvolle Ohrhänger ist demnach eventuell sogar ein Verzicht auf einen Schleier und komplett hochgesteckte Haare. An dieser Stelle können übrigens besonders kurzhaarige Frauen durch raffinierte, lange Ohrringe ihren ganz eigenen, wunderschönen Brautlook zaubern. Für subtile Akzente und ein harmonisches Gesamtbild bei mittellangen Ohrringen sorgen halb offenes Haar und je nach Geschmack ein Ellenbogen- oder Fingerspitzenschleier.