Die geheimnisvolle Braut: Der Brautschleier
Es gab eine Zeit, in der die Braut ihr Haupt durch den Brautschleier züchtig verhüllte. Der Vater führte seine Tochter zum Altar und übergab sie dem zukünftigen Ehemann. Erst nach dem Jawort und dem Ringtausch durfte der Bräutigam den Schleier lüften. Der Brautschleier signalisierte die Unberührtheit, die Reinheit der Braut. Es ist noch nicht einmal so lange her, da durften schwangere Frauen nicht mit einem Schleier vor dem Traualtar erscheinen. Sie gingen ja nicht unberührt in die Ehe. So sittenstreng geht es heute in der Kirche Gott sei Dank nicht mehr zu.
Heute ist der Brautschleier ein kaum wegzudenkendes Accessoire. Zugegeben, die Braut wirkt durch den Schleier nach wie vor etwas geheimnisvoll, nahezu unnahbar. Es geht eine große Faszination von ihr aus, von ihrem strahlendweißen oder cremefarbenen Kleid und dem mehrstufigen Brautschleier mit aufgestecktem Diadem. Die Farbe des Schleiers ist selbstverständlich mit der des Brautkleides abgestimmt. Zu einem bodenlangen Kleid passt ein langer Schleier am besten. Es gibt zauberhafte Brautschleier aus Feintüll, in mehreren Stufen, jede in unterschiedlicher Länge, z.B. in 70, 60 und 50 Zentimetern. Verschönert wird der Brautschleier durch Perlen, Swarovzky-Kristallen, durch edle Stickereien und glitzernde Abschlusskanten. Aber auch ein schlichter Brautschleier zu einem schlichten Brautkleid wirkt sehr elegant. Die Braut sollte sich viel Zeit bei der Auswahl des passen-den Accessoires nehmen. Vielleicht doch ein kürzeres Hochzeitskleid? Auch hierzu gibt es zauberhafte, romantisch verspielte Brautschleier.
Es bleibt festzuhalten: Der Brautschleier, mit einem Kamm auf das perfekt frisierte Haar aufgesteckt, dazu vielleicht ein funkelnder Diadem, ist ein Muss für die hinreißend aussehende Braut. Man wird sich nicht satt an ihr sehen können.