Neben Schleier, Haarschmuck und Schuhen gehören auch die Brauthandschuhe für viele Frauen zum perfekten Hochzeitsoutfit. Ob aus filigraner Spitze, glänzendem Satin oder mit Perlen verziert – mit einem passenden Handschuh in der richtigen Länge wirkt jedes Brautkleid noch eleganter.

Dezente kurze Brauthandschuhe

Welche Handschuhform ist die richtige?

Brauthandschuhe sind ein besonders schönes Accessoire, welches das Brautkleid gekonnt ergänzt und besonders edel wirkt. Brauthandschuhe gibt es in jedem Brautwarengeschäft. Es ist empfehlenswert, Kleid und Handschuhe immer gemeinsam anzuprobieren, um sicherzugehen, dass die Farben übereinstimmen. Möchten Sie Ihre Handschuhe im Internet bestellen, sollten Sie daher genug Zeit für eventuelle Retouren einplanen. Grundsätzlich können beim Handschuhkauf vier Längen unterschieden werden.

  • Die Opernlänge reicht bis zur Mitte des Oberarms.
  • Die Ellbogenlänge endet am Ellbogen.
  • Die Kurzhandschuhe reichen bis zur Handmitte.
  • Die klassische Variante endet am Handgelenk.

Den richtigen Brauthandschuh zum Kleid finden

Die Opernlänge bedeckt fast den gesamten Arm und eignet sich daher besonders gut zu schulterfreien Kleidern. Auch schmal geschnittene, schlichte Brautkleider können mit einem extravaganten Handschuh aufgepeppt werden. Ist das Kleid jedoch sehr auffällig verziert, sollten die Handschuhe eher schlicht ausfallen, um nicht vom Rest abzulenken.

  • Tipp: Lange weiße Handschuhe betonen die Arme zusätzlich. Kräftige Oberarme können dadurch schnell unvorteilhaft wirken. Der Handschuh sollte daher am Bund nicht in die Haut einschneiden.

Fast ebenso elegant wie die Opernlänge ist die Ellbogenlänge, die etwas mehr Haut preisgibt und so auch perfekt zu Kleidern mit zarten, kurzen Ärmeln oder Trägern passt. Gerade für Hochzeiten in den kühleren Monaten sind diese Handschuhe nicht nur schickes Accessoire, sondern halten die Braut außerdem warm.

Die klassische Länge bis zum Handgelenk kann zu fast allen Kleidern kombiniert werden. Besonders schön wirken solche Brauthandschuhe zu Kleidern mit längeren Ärmeln. Hierbei ist es jedoch besonders wichtig, Stil und Farbe genau aufeinander abzustimmen. Aufwendig gearbeitete Ärmel können in Kombination mit einem ebenso auffälligen Handschuh schnell überladen wirken.

Kurzhandschuhe sind bei vielen Bräuten beliebt, da sie auch im Sommer getragen werden können und selbst schlichten Kleider einen gewissen Pepp verleihen. Besonders süß – und eventuell sogar in Kombination mit einem passenden Hut – sind die sogenannten Shortys zu kürzeren, gerade geschnittenen Kleidern. Generell können Kurzhandschuhe auch zu klassischen langen Brautkleidern getragen werden. In diesem Fall lockern sie das Outfit auf und wirken mädchenhaft-verspielt.

  • Tipp: Hat das Kleid selbst sehr lange oder ausgestellte Ärmel, sollte auf zusätzliche Handschuhe verzichtet werden.

Wohlfühl-Materialien als Highlight

Spitzen HandschuheBrauthandschuhe sind aus hochwertigen und edlen Materialien gefertigt, um das Outfit der Braut noch schöner zu machen. Besonders beliebt sind

  • Satin
  • Seide
  • Samt
  • Spitze
  • Leder
  • Tüll
  • Organza

Das richtige Material muss nicht nur zum Kleid passen, sondern sollte sich auch an der Jahreszeit orientieren. Samthandschuhe sind für den Sommer eher ungeeignet, während Leder ganzjährig getragen werden kann. Auch lange Satin-Handschuhe sind eher im Herbst und Winter zu empfehlen. Seide und Spitze hingegen sind mit ihrer Transparenz perfekt für leichte Sommeroutfits.

Die Handschuhe sollten entweder zum Ton des Kleides passen, oder einen farblichen Kontrast bilden. Besonders unkonventionelle Bräute können ihrem Brautlook so das gewisse Etwas verleihen. Beliebt sind hierbei sowohl Pastelltöne als auch ein kräftiges Bordeaux oder Violett. Zusätzlich zur Farbe werden die Brauthandschuhe mit liebevollen Details zum Eyecatcher.

Besonders hochwertig wirken folgende Elemente:

  • Perlen
  • Schleifen
  • Strass
  • Stickereien

Um den Brautlook abzurunden, sollten die restlichen Accessoires auf die Handschuhe abgestimmt werden und die dort eingearbeiteten Elemente und Farben aufgreifen.

Alternative: Fingerlose Handschuhe

Mittellange Handschuhe mit SpitzeEgal in welcher Länge, Brauthandschuhe gibt es entweder klassisch oder ohne Finger. Der Vorteil der fingerlosen Variante liegt vor allem darin, dass die Handschuhe den Ringtausch nicht behindern und gerade an warmen Tagen vor schwitzigen Händen schützen. Meist werden solche Modelle durch ein zartes Band oder eine kleine Schlaufe an den Fingern gehalten.

Wer sich für einen traditionellen Handschuh entscheidet, sollte diesen zumindest während der Zeremonie ausziehen, da der Ring meist zu eng ist, um ihn darüber zu tragen. Gerne kann der Handschuh solange an Trauzeugen oder Brautjungfern übergeben werden. Wichtig hierbei: Der Handschuh sollte leicht auszuziehen sein.

Der perfekte Zeitpunkt für die Brauthandschuhe

Brauthandschuhe gehören zum Brautoutfit und sollten somit auch so oft und lange wie möglich getragen werden. Beim Einzug in die Kirche sind alle Augen auf die Braut gerichtet – hier machen die Handschuhe den Auftritt perfekt. Falls Sie die Handschuhe während der Trauzeremonie ausziehen, können Sie diese zum Auszug und dem anschließenden Fotoshooting gerne wieder überstreifen.

  • Grundsätzlich gilt allerdings: Keine Handschuhe während des Empfangs und des Essens.