Ist die Planung des Hochzeitsessens geschafft, hoffen viele zukünftige Ehepaare erst mal durchatmen zu können. Doch die nächste und oft noch kniffligere Hürde steht bereits an, schließlich gehören zur rundum gelungenen Verköstigung auf der Hochzeitsfeier auch die richtige Getränkeauswahl und -menge. Mit diesen Tipps und Tricks übersteht Ihr Budget das rauschende Fest, ohne das die Gäste unter trockenen Gaumen leiden müssen oder die Gastgeber am Ende als Geizkragen abgestempelt werden.

Champagner zur Hochzeit

Die Qual der Getränke-Wahl

Bier vom Fass, Wein, Cocktails, Sekt oder Champagner, Sherry, Punsch oder Softdrinks – die mögliche Getränkeauswahl zur Hochzeitsfeier kann einem schnell zu Kopf steigen, und das noch, bevor man einen Schluck davon getrunken hat. Doch keine Angst, nicht alles wird zu jeder Tageszeit bzw. Phase des Hochzeitstages angeboten. Je nach Etappe haben sich diese Getränkevarianten bei unzähligen Hochzeitsfeiern bewährt:

  • Sektempfang: Dem Namen nach genießt man hier klassisch Sekt, möglich ist aber auch Prosecco, Hugo, Punsch, Champagner, Sherry, Campari, Aperol; Tipp: es sollten zwei Gläser pro Gast eingeplant werden.
  • Kaffee & Kuchen: Auch hier ist der Name Programm, lässt sich aber mit Cappuccino, Espresso, Milchkaffee, Tee und heißer Schokolade für jeden Geschmack variieren.
  • Hochzeitsmenü: Der Grundbestand an Tischgetränken besteht oft aus Bier, zwei Sorten Wein (optimal: halbtrockener Roter und lieblicher Weißer) sowie Alkoholfreiem (Mineralwasser, Softdrinks, Säfte, Schorlen).
  • Nach dem Hochzeitsessen: Je nach Vorliebe kann pro Gast ein Digestif für die Verdauung gereicht werden, zum Beispiel Obstbrand, Cognac, Kräuter-/Fruchtliköre oder Grappa.
  • Party-Time: Hochprozentige Spirituosen bzw. Mixgetränke anzubieten, ist bei Weitem kein Muss und liegt allein im Ermessen des Brautpaares, auch alkoholfreie Cocktails und Fruchtbowlen werden einer feierlichen Stimmung keinen Abbruch tun.

Wer befürchtet, seinen Gästen nur mit einem tiefen Griff ins Portemonnaie ein wirklich schönes Fest bieten zu können, täuscht gewaltig. Es muss zum Beispiel nicht der teure Champagner sein, wenn auch Sekt kombiniert mit Früchten, Saft, Sirup oder Sorbet unglaublich lecker schmeckt. Einfache Tricks gegen befürchtete Langeweile durch „einfache“ Getränke sind auch gezuckerte Glasränder und Eiswürfel, die mit Lebensmittelfarbe, Minze oder Zitronenscheibchen eingefroren wurden.

Hochzeitspaare mit einem etwas größeren Budget können auf Highlights wie eine offene Cocktail- oder Kaffee-Bar zurückgreifen. Doch Vorsicht vor der Wahl besonders exquisiter Weine. Die edlen Tropfen können oft nur von Weinkennern wirklich geschätzt werden und sind als schmückendes Beiwerk zu schade. In das Billigregal sollte man allerdings auch nicht gleich greifen, da die Kostenersparnis sich mit Kopfschmerzen am Tag danach revanchiert. Ideal ist daher der Griff zu Weinen im mittleren Preisniveau.

  • Hinweis: Bei Wein zum Hochzeitsmenü gilt hell zu hell und dunkel zu dunkel. Also Rotwein zu Rind, Lamm und Wild, während Rosé- und Weißwein zu Geflügel und Fisch serviert wird.

Der Mittelweg zwischen Geizhals und finanziellem Ruin

Obwohl es meist das Hochzeitsessen ist, das besonders für Kopfzerbrechen sorgt, sollten die Kosten der Getränke für eine Hochzeitsfeier nie unterschätzt werden. Es ist keine Seltenheit, dass die Ausgaben für den zweiten Posten denen der Speisen sogar noch übertreffen. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch für eine Hochzeitsfeier liegt in der Regel bei:

  • zwei Litern Alkoholfreiem
  • einem Liter Wein bzw. Sekt
  • einem Liter Bier
  • dazu: Heißgetränke (Tee, Kaffee & Co)

Die größte Kostenfalle bei Getränken für die Hochzeitsfeier ist die offene Bar bei Restaurant-Feiern. Zwar wirkt die freie Auswahl an Getränken sehr spendabel, die folgende Einzelabrechnung hat jedoch schon manchen Ehekrach ausgelöst.

Cocktails mixen

Die Kosten der verschiedenen Optionen inklusive Spartipps im Überblick (Preise gelten pro Person):

  • freie Getränkeauswahl Restaurant/Catering: ca. 10,00 bis 40,00 Euro
    • Alternative 1 – Getränke-Flat: 25,00 bis 30,00 Euro für eine vorher festgelegte Auswahl an Getränken über einen bestimmten Zeitraum, optimal für sehr trinkfeste Hochzeitsfeiern; Achtung: Immer vorher kalkulieren, ob man wirklich günstiger kommt.
    • Alternative 2 – Auswahl einschränken: Zum Beispiel je nur ein oder zwei Sorte Bier, Rotwein, Weißwein und Cocktail anbieten.
    • Spartipp 1: Kein ungefragtes Auffüllen der (Wein)Gläser durch Servicepersonal.
  • Selbstversorgung: ca. 5,00 bis 20,00 Euro
    • Spartipp 2: Beim Einkauf im Getränkehandel auf Kommission bestellen, um übrig gebliebene Kästen wieder zurückzugeben.
  • Spartipp 3: An heißen Tagen viel Wasser und Alkoholfreies gegen den Durst bereitstellen.