Neben all den Bouquets für die feierliche Ausgestaltung und Dekoration steht ein Blumenensemble im Vordergrund: der Brautstrauß. Er ist der blumige Begleiter der Braut, der ihr Outfit perfektioniert. Über die Jahre hat der Strauß an Bedeutung gewonnen. Von einem einfachen Kräutersträußchen, das den Duft von Weihrauch in den Kirchen überdecken sollte, gibt es nunmehr ein Spektrum an Blumenkreationen.

Brautstrauß rosé

Die Brautstrauß-Klassiker

Brautsträuße gibt es in nahezu allen Farben, denn fast jede Blume eignet sich für den feierlichen Handstrauß. Der Klassiker unter den Blumen findet auch zu diesem festlichen Anlass den passenden Rahmen. Die Rede ist von der Rose. Denn was wäre eine Hochzeit ohne die Blume der Liebe. Besonders ihre Vielseitigkeit ist hier von Vorteil. Die verschiedenen Farben, von reinem weiß und zarten Pastell-Nuancen bis hin zu satten Farbtönen wie Gelb, Orange oder Rot, bieten eine Bandbreite an Möglichkeiten für den Brautstrauß. Die Rose ist zudem eine ideale Blume zum Kombinieren – ob untereinander oder mit anderen Blumen. Mit der Rose stehen Ihnen alle Möglichkeiten offen.

  • Tipp: Wunderbare Kombinationen ergeben Blumen in zarten Farbtönen wir Lilien, Calla, Orchideen, Margeriten und Anemonen. Die hellen Töne wirken rein und elegant. Ob einzeln oder in der Kombination, sie ergeben ein schlichtes, edles und klassisches Blumenensemble.

Brautstrauß für Mutige

Eine Hochzeit in Weiß kann auch gut und gerne etwas Farbe vertragen. Brautsträuße in knalligen Farben werden zu einem wahren Highlight und liegen absolut im Trend. Callas in dunklen Farbtönen sind untypisch und ein wahrer Blickfang. Ebenso das langstielige, weiß oder lila blühende Allium aus der Familie der Lauchgewächse. Der Zierlauch ist nicht nur als Brautblume extravagant, er verleiht, durch den dekorativen Charakter der Einzelblüte, auch den Räumen einen festlichen Charakter.

Da besonders gerne im Frühling und Sommer geheiratet wird, bietet es sich an, einen Brautstrauß mit den Blumen der Jahreszeit binden zu lassen. Bunte Frühlings- und Sommersträuße liegen im Trend. Auch extravagante Brautsträuße mit schmückendem Beiwerk, wie knallig farbigen Federn, Perlen oder Bändern sind abwechslungsreich und verleihen dem Strauß das gewisse Etwas. Verlassen Sie sich entweder auf ihr Bauchgefühl oder lassen sie sich von ihrem Floristen beraten. Bei der Vielzahl an Möglichkeiten ist für jeden etwas dabei.

Brautsträuße nach Jahreszeiten

Der Klassiker ist das Bouquet aus Rosen. Sie sind zwar eine Sommerblume, aber über das ganze Jahr zu haben und nie ein Fehlgriff. Möchte man jedoch einen Brautstrauß nach Jahreszeiten binden lassen, könnte man zu diesem Blumen greifen.

  • Frühling: Veilchen, Iris, Narzisse, Tulpe, Maiglöckchen, Gerbera, Calla, Anemone, Ranunkel, Vergissmeinnicht, Freesien
  • Sommer: Rose, Hortensie, Mohn, Margerite, Gerbera, Lilie, Wicken, Kornblume, Sonnenblume
  • Herbst: Hortensie, Mohn, Nelken, Astern, Lavendel, Dahlie
  • Winter: Calla, Orchidee, Amaryllis, Hyazinthe, Christrose

Saisonaler Brautstrauß

Tipp: Der Blumenschmuck der Braut findet eine passende Ergänzung in einem Blumenanstecker des Bräutigams oder in kleinen Ministräußen der Brautjungfern. Generell wirkt es sehr stimmig, wenn sich die Blumenarten in der gesamten Dekoration wiederholen. Die Blumenarrangements verleihen den Räumen so einen stimmigen, festlichen, nicht allzu bunten Rahmen.

Der passende Strauß zur Braut

Generell passt ein großer, voluminöser Strauß eher zu einer korpulenteren Braut. Eine schmale, kleine Braut sollte ein kleines Modell wählen. Der Brautstrauß sollte unbedingt auf das Brautkleid abgestimmt sein. Zudem ist es besonders schön, wenn sich farbige Akzente im Brautstrauß wiederfinden. Auch der Stil der Hochzeit und das Wesen der Braut sind von Belang, die Lieblingsblumen der Braut sind immer eine richtige Wahl.

  • Der Biedermannstrauß ist ein runder und sehr kompakt gebundener Strauß. Er zählt zu den Klassikern unter den Brautsträußen und kann in verschiedenen Größen gebunden werden. Er passt in der richtigen Größe zu jeder Braut und Hochzeit.
  • Fließende Gebinde, wie der Tropfen oder der Wasserfall, zählen zu den großen Brautstrauß-Varianten. Sie sollten auch von einer großen Braut mit ausladendem Kleid gewählt werden. Diese Brautsträuße sind in ihrer Basis ebenfalls rund gebunden, fließen dann aber lang nach unten ab; im Falle des Tropfens lang und spitz. Durch diese Form wirkt er weniger kompakt und lockert den Gesamteindruck.
  • Blütenstab oder Zepter sind Bouquets aus langstieligen Blumen, welche im Arm liegend getragen werden. Diese Varianten passen besonders zur modernen Brautkleidung, wie dem Hosenanzug oder einem kurzen Brautkleid.
  • Das Handgesteck ist ein Blumengesteck, das am Handgelenk der Braut befestigt wird. Er ist eine praktische Alternative zum Handstrauß und passt zu jeder Braut.
  • Die Blütentasche ist ein rundes Blumengesteck mit einem Band oder Henkel zum Tragen. In seiner Form kommt es dem Biedermannstrauß gleich. Durch die Tragefunktion wirkt es allerdings etwas moderner.

Tipp: Es empfiehlt sich Blumen zu wählen, die zum Hochzeitstermin tatsächlich blühen. Diese wirken natürlicher und sind außerdem günstiger.

Brautsträuße aus Kunstblumen

Die kalten Monate im Herbst und Winter halten keine allzu große Blumenauswahl bereit. Außerdem könnten die kühlen Temperaturen den Blumen zu sehr zusetzen. Eine Alternative zum empfindlichen Brautstrauß sind Sträuße aus Kunstblumen oder anderen Materialien. Wer also gern seinen Brautstrauß behalten möchte, kann auf Kunstblumen aus Seide zurückgreifen. Auch hier sind dem Variantenreichtum keine Grenzen gesetzt und die Gebinde sehen täuschend echt aus, was sich allerdings auch im Preis widerspiegelt.

Kunstblumen

Brautsträuße aus Kunstblumen kosten circa 300 Euro. Ein besonderer Hingucker ist ein Brautstrauß aus Materialien wie Papier, Filz, Perlen, Pailletten und Stoff. Sie bestechen durch ihre Extravaganz und verleihen einen besonderen Glanz und Schimmer. Diesen Varianten sind günstiger und bereits ab circa 40 Euro zu haben.

  • Vorteil: Weder die Kälte noch die Zeit kann den unechten zarten Blüten etwas anhaben. Es sind Brautsträuße für die Ewigkeit.
  • Nachteil: Die nächste Braut können Sie bei Ihrer Hochzeit dann wohl nicht ermitteln, denn das Brautstraußwerfen dürfte damit wohl ausfallen.