Auch wenn dieser besondere Tag für immer im Gedächtnis von Braut und Bräutigam bleiben wird, freuen sich die meisten Paare über fotografisch festgehaltene Erinnerungen an ihren Hochzeitstag. Ein professioneller Fotograf versteht es, die frisch Vermählten und ihre Gäste in ein besonderes Licht zu rücken und die schönsten Momente einzufangen.

Hochzeitsfotograf

Allerdings ist Hochzeitsfotograf nicht gleich Hochzeitsfotograf und die Liste der Fotografen, die ihre Dienste anbieten, ist lang. Für viele Brautpaare stellt sich deswegen die Frage, wie sie den richtigen Fotografen für ihre Hochzeit finden.

Schritt 1: Den passenden Stil wählen

Jedes Brautpaar hat individuelle Wünsche an die Fotos, die ihre Hochzeit dokumentieren und mit denen sie sich auch noch viele Jahre später an diesen Tag erinnern möchten. Ein guter Hochzeitsfotograf geht gerne auf die Wünsche ein, lässt aber auch eigene Ideen und Anregungen einfließen und berät Paare, die keine konkreten Vorstellungen haben. Erste Anlaufstellen bei der Suche nach einem geeigneten Hochzeitsfotografen können sein:

  • das Internet
  • Hochzeitsmagazine
  • Tipps von Freunden und Bekannten

Auf der Suche nach einem guten Fotografen sollten sich Brautpaare zunächst den jeweiligen Stil genau anschauen. Die meisten Fotografen haben eine eigene Homepage, auf der sie ausgewählte Arbeiten veröffentlichen, oder legen Anschauungsobjekte in ihrem Fotostudio aus. An den Arbeitsproben können Paare erkennen, ob der Fotograf eher traditionell-klassische oder moderne und ausgefallene Bilder macht. Je nachdem, was Braut und Bräutigam bevorzugen, können sie eine Vorauswahl zwischen den Fotografen treffen.

Stil der Hochzeitsfotos

Schritt 2: Das Vorgespräch

Sobald das Brautpaar einen potenziellen Fotografen für die Hochzeit ins Auge gefasst hat, sollte es einen Gesprächstermin vereinbaren. Vor allem in den beliebten Monaten Mai bis September sind gute Hochzeitsfotografen schnell ausgebucht, sodass sich die Heiratswilligen nicht zu viel Zeit bei der Entscheidung lassen sollten. Neben dem Stil und der Qualität der Bilder spielt auch die Sympathie eine wichtige Rolle. Schließlich muss man sich wohlfühlen, wenn man vor der Kamera steht, damit die Bilder natürlich und entspannt wirken.

Schritt 3: Details klären

Spezielle Wünsche für die Hochzeitsbilder, wie bestimmte Motive, müssen im Gespräch mit dem Fotografen genau geklärt werden, damit es am großen Tag keine unangenehmen Überraschungen gibt. Werden bestimmte Accessoires wie etwa ein Bilderrahmen gebraucht, ist es wichtig, abzusprechen, ob das Brautpaar oder der Fotograf sich darum kümmert.

Bilderrahmen fuer Hochzeitsfotos

Weitere Aspekte, die im Gespräch geklärt werden sollten, sind:

  • die Höhe des Honorars
  • wie lange der Fotograf vor Ort bleibt
  • der Preis für einzelne Fotos
  • ob es eine Bild-CD/DVD gibt
  • die Bildrechte

Am besten ist es, einen Preis für ein Komplettpaket zu vereinbaren und darauf zu achten, dass das Brautpaar die Nutzungsrechte erhält.

Honorare für Hochzeitsfotografen liegen mit allem Drum und Dran schnell im vierstelligen Bereich. Dabei sollten Braut und Bräutigam jedoch bedenken, dass viel Arbeit mit guten Fotos verbunden ist und sie sich später ein Leben lang an den Bildern erfreuen können.

Der richtige Zeitpunkt für die Paarfotos

Im Mittelpunkt der Fotoarbeiten steht auf einer Hochzeit natürlich das Brautpaar. Deswegen ist ein wichtiger Aspekt, der geklärt werden muss, wann die Paarfotos gemacht werden sollen. Mögliche Zeitpunkte sind:

  • Vor der Trauung: Dann sieht der Bräutigam die Braut jedoch schon vor der Vermählung in ihrem Hochzeitskleid.
  • Nach der Trauung: Dann gibt es einen Zeitraum, in dem das Brautpaar nicht bei seinen Gästen ist und der überbrückt werden muss, zum Beispiel mit einer Kutschfahrt, mit Kaffee und Kuchen oder Ähnlichem.
  • Nach der Hochzeit: Dann muss die Braut nochmal wie an ihrem Hochzeitstag komplett geschminkt und frisiert werden.

Welcher Zeitpunkt der richtige für die Paarfotos ist, muss jedes Brautpaar für sich entscheiden und einplanen.

Das Gruppenfoto – ein beliebtes Motiv

Neben den Paarfotos ist auch das Gruppenbild ein wichtiges und beliebtes Motiv auf Hochzeiten. Bei einer größeren Anzahl von Gästen machen sich Treppen oder der Blick von einem Balkon gut, um alle Personen auf ein Bild zu bekommen. Bei diesem Motiv muss beachtet werden, dass es einige Zeit in Anspruch nimmt, bis jede Person gut positioniert ist. Deswegen sollte dieser Punkt auch in den Ablauf eingeplant werden.

  • Das gewisse Extra: Probeshootings und Hochzeitsreportagen

Selfi Hochzeitsfoto

Hochzeitsfotografen bieten in der Regel auch Probeshootings an, bei denen sich das Brautpaar und der Fotograf kennenlernen, Braut und Bräutigam schon mal üben, wie es ist, wenn die Kamera die ganze Zeit auf sie gerichtet ist und Posen geprobt werden können. Probeshootings sind eine gute Möglichkeit, einige Dinge zu testen und ein paar tolle Fotos zu bekommen. Allerdings sind mit einem Probeshooting auch ein gewisser Zeitaufwand und zusätzliche Kosten verbunden, sodass jedes Brautpaar für sich abwägen muss, ob ein Probeshooting sinnvoll ist oder nicht.

Paare, die ihre gesamte Hochzeit dokumentieren wollen, können mit dem Fotografen ihrer Wahl eine Hochzeitsreportage vereinbaren. Bei einer Hochzeitsreportage ist der Fotograf von Anfang an dabei: Er dokumentiert vor der Trauung beispielsweise:

  • Wie die Frisur und das Make-up der Braut zurechtgemacht werden.
  • Wie der Bräutigam seine Krawatte bindet.
  • Die kleinen Handgriffe der fleißigen Helfer.

Der Fotograf ist auf dem Weg zum Standesamt dabei, während der Trauung, wenn die Hochzeitstorte angeschnitten wird und wenn Gäste ihre Überraschungen vorbereiten. Bei einer Hochzeitsreportage werden möglichst viele Details festgehalten, die dem Brautpaar sonst teilweise vorenthalten geblieben wären.